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Zedler: Hoffnung HIS-Data
5028-13-426-5
Titel: Hoffnung
Quelle: Zedler Universal-Lexicon
Band: 13 Sp. 426
Jahr: 1735
Originaltext: Digitalisat BSB Bd. 13 S. 226
Vorheriger Artikel: Hoffingen, (Truchsesse von)
Folgender Artikel: Hoffnung derer Christen ist Christus
Siehe auch:
Hinweise:
  • Allgemeine Bemerkungen zur Textgestaltung siehe Hauptartikel
  • Für die Auflösung der Quellenangaben siehe: Personen

  Text Quellenangaben
  Hoffnung, ist, wenn sich das Gemüth eine angenehme Vorstellung von einem bevorstehenden zu erlangenden Guten machet.  
  Das Gemüth des Menschen hat die Krafft, sich zukünfftige Dinge vorzustellen. Selbige weisen entweder was Gutes oder Böses. Besorget man sich dieses, so heisset es Furcht; vermuthet man aber jenes, so entstehet daher Hoffnung. Dieses zukünfftige Gute erscheinet dem Menschen zum voraus so angenehm, daß er sich darüber, gleich als ob es gegenwärtig wäre, erfreuet.  
  Einer derer 7. Griechischen Weisen, Chilo, hatte so prächtige Gedancken von der Hoffnung, daß er, als er gefraget wurde, worinne ein Narr von einem Weisen unterschieden wäre, zur Antwort gab, der Unterscheid  
  {Sp. 427|S. 227}  
  wäre die gute Hoffnung. Das möchte aber der Sache wohl zu viel gethan seyn. Der Narre hat so wohl eine Regung von Hoffnung als der Weise. Ja in gewisser Maasse besitzet derselbe eine weit grössere Gabe derselben als der Weise, weil er von Natur eine grössere Krafft hat, sich mancherley Möglichkeiten vorzustellen. Der Hoffnung Werck aber eben in Möglichkeiten bestehet, weil Sachen, so lange sie zukünfftig sind, nur Möglichkeiten sind.  
  Darinnen aber zeiget sich der Unterscheid eines Narren von einem Weisen in Ansehung der Hoffnung, daß jener alles, wovon ihm seine ungezähmte Einbildungs-Krafft nur eine Vorstellung machet, hoffet, dieser aber das nur hoffet, was wenigstens einigermassen möglich. Er weiß auch eine vernünfftige Rang-Ordnung zu machen, nachdem eine Sache mit mehrerer oder wenigerer Wahrscheinlichkeit zu hoffen ist.  
  Der Einfältige besitzet weniger Beurtheilungs-Krafft. Dieses behütet ihn, daß ihm die mancherley Schwierigkeiten nicht vorkommen, die ein Weiser sonst bey dieser oder jener Sache zum voraus siehet, und dahero ziemlich an Erfüllung des gehofften zu zweifeln anfänget, oder wohl gar sie vor unmöglich hält, und deswegen alle Hoffnung fahren lässet. Die grössere Gabe der Hoffnung also ersetzet bey dem Einfältigen, was ihm am Verstande abgehet. Er versüsset dadurch sein Leben, und es ist ihm auch in soferne nicht zu verargen, daß er sein Leben angenehm machet, indem er sich Dinge im Bilde vorstellet, die ihm lieb, ob sie gleich nimmermehr eintreffen werden.  
  Schon aus dem wenigen, was ietzo beygebracht worden, ergiebt sich, daß die Hoffnung entweder eine wahrhafftige oder vernünfftige, und eine irrige oder unvernünfftige sey, nach dem die bey der Hoffnung vorkommende Vorstellung ihren Grund hat oder nicht, und die Sache, die man durch die Hoffnung im Schatten siehet, dereinst würcklich so befunden wird oder nicht, als man sich solche vorgestellet.  
  Dahero kommt es, daß die Lust der Hoffnung nicht allein zum öfftern weit grösser oder kleiner zu seyn pfleget, als die Lust der Sache selbst; sondern daß auch auf die vorläuffige Lust der Hoffnung durch die hernach erfolgende gantz andere Empfindung des würcklich-gegenwärtigen Gegenstandes eines gäntzlichen Irrthums überführet wird, weil öffters dasjenige, worüber man sich vorher in süsser Hoffnung belustiget, hernach, wenn es gegenwärtig wird, Verdruß erwecket; wozu noch kommet, daß offt dasjenige, an dessen Vorstellung man sich wohl lange in Hoffnung ergötzet, gar niemals gegenwärtig wird.  
  Diese beyden Haupt-Gattungen der Hoffnung haben diese allgemeine Eigenschafft wieder an sich, daß sie in Grade unterschieden, auch ab- und zunehmen, nachdem die Grade der wahrhafften oder nur eingebildeten Wahrscheinlichkeit des bevorstehenden Guten unterschieden seyn können. Müllers Ethic. … über Gracians Orac. Max. 19. Anmerck. 3. …  
  So angenehm nun die Hoffnung, in so ferne sie Hoffnung ist, wegen des im Bilde gewiesenen Guten, so mißvergnügt wird aber doch der Mensch, wo er nicht schon Meister über sich selbst ist, wenn er sich am Ende in seiner Hoffnung betrogen findet. Widerfähret dieses einem eitelgesinnten Menschen, der seine gantze Rechnung darauf gemacht, so ist die Verzweiflung da, zumahl wenn solches ihm schon etlichemahl wiederfahren; ein Vernünfftiger hingegen wird sich auch hierinnen wohl zu fassen wissen. Schlägt ihm diese oder jene Hoffnung fehl, so hat er gelernet, daß dadurch  
  {Sp. 428}  
  ihm noch nicht alle Hoffnung zu anderm Guten beschnitten. So lange dieses dauret, so lange ist noch ein Mittel der Beruhigung übrig. Man muß also seines Ortes nur sich nicht selbst alle Hoffnung besserer Zeiten beschneiden.  
  Diesen Fehler begehen gemeiniglich diejenigen, welche Macht und Reichthum vor andern in solche Umstände gesetzet, daß sie, wo sie unmäßig im Begehren, sich alles auf einmahl schaffen können, was andre nach und nach geniessen. Aber eben hierdurch berauben sie sich eine Stückes der Zufriedenheit. Sie kosten alles, und befinden freylich am Ende den Ausspruch Salomons, daß alles unter der Sonnen eitel sey, gegründet. Was wollen sie also weiter hoffen? Und das ist die Ursache, warum Leute, die kaum erstlich angefangen zu leben, sich wieder aus der Welt hinaus wünschen, auch wohl, göttlichen und menschlichen Gesetzen zuwider, gewaltsame Hand an sich selbst legen.  
  Die Hoffnung nun also recht zu nutzen, so mercke, daß nichts anders vernünfftig zu hoffen, als was wahrscheinlich und ein Mittel der Zufriedenheit ist. Es werden also gantz gewisse Dinge ausgeschlossen, weil dieselben nur in Geduld zu erwarten sind. Bloß mögliche Dinge soll man weder fürchten noch hoffen. Denn eine vernünfftige Hoffnung treibet uns zu Mitteln an. In möglichen Dingen aber ist nichts zu thun. Denn daß die Sache geschehe oder nicht, ist auf gleiche Weise möglich. Eine Sache aber zugleich thun und nicht thun, ist unmöglich.  
  Doch mercket Ridiger Zufriedenheit … an, daß es zweyerley Möglichkeiten gebe, nemlich eine antreibende und ruhende. Jene bestehe darinnen, da die Mittel, die gehoffte Sachen zu erlangen, in unserer Gewalt sind; Diese aber, da sie nicht in unserer Gewalt. Wäre nun nach dem erstern das Mittel sehr geringe, das Glück aber dagegen sehr groß, so wäre die Hoffnung nicht unvernünfftig. Aber auch die ruhende wäre hier nicht zu verwerffen, wenn wir nur so leichtgläubig, daß wir uns in solchen Dingen Hoffnung machen könnten, weil, wie oben schon gewiesen worden, die Hoffnung an sich ein Gutes wäre.  
  Auch wäre die Hoffnung einer blossen Möglichkeit nicht unrecht, wenn auch gleich keine wahrscheinliche, sondern nur mögliche Rettung vorhanden wäre. Denn alle Hoffnung, die uns an Verkehrung gehöriger Mittel nicht hindere, wäre Vernunfftmäßig; diese aber könne deswegen nicht hindern, weil vorauszusetzen, das keine bessere zu haben. Also wer in Feuers-Noth von einem hohen Gebäude herabspringe, thue nicht unrecht, ob es wohl nur möglich, daß er durch den Sprung sein Leben retten könne.  
  Ridigers … Eintheilung der Hoffnung lässet sich mit oben vorgetragener gar leichte vergleichen. Seine Hoffnung ist dreyerley, eine selige, vernünfftige und eitele. Die erste ist derer Frommen, die andere derer, so die Güter dieser Welt vernünfftig gebrauchen, und die dritte derer, so in denen Gütern dieser Welt unrechtmäßiger Weise ihre Glückseligkeit suchen.
  • Ridiger Zufriedenheit …
  • Laelius Peregrinus de Animi Affection. …
  • Wesenfeld Patholog. pract.
  Bey denen Gottesgelahrten ist die Hoffnung eine Krafft und Würckung des Heil. Geistes in dem Hertzen eines wiedergebohrnen und bekehrten Menschen, wodurch derselbe die zukünfftigen und von GOtt verheissenen Güter, sie seyn zeitliche oder ewige, leibliche oder geistliche, ob sie gleich auch noch so schwer, und fast unmöglich zu erlangen scheinen, sonderlich  
  {Sp. 429|S. 228}  
  aber das ewige Leben, und derselben so wohl wesentliche als zufällige Güter, nach derjenigen Ordnung, wie sie GOtt verheissen hat, hertzlich und beständig, unverzagt, fest und geduldig erwartet.  
  Bey der Erklärung ist zu mercken  
 
1) der Ursprung. Sie ist nicht ein Werck der Natur, denn die ist unbeständig; sondern eine Krafft und Würckung des Heiligen Geistes ratione Termini, aber ratione Originis wird sie der gantzen Heil. Dreyeinigkeit zugeschrieben, als
 
 
Rom. 15, 13.
 
2. Thess. 2, 16.
 
  • GOtt dem Heil. Geiste,
Rom. 15, 13.
 
2) Die Ursache, welche GOtt beweget, solche Hoffnung uns zu schencken, ist seine pur lautere Liebe und Gnade,
2. Thess. 2, 16.
 
3) Die Personen, bey welchen sie anzutreffen, sind nicht unbekehrte und ungläubige Heyden, die haben sie nicht, oder doch nicht beständig, wenn sie sehen, daß sie GOtt so offt beleidigen, und keinen Weg zur Versöhnung wissen,
  • Eph. 2, 12.
  • 1. Thess. 4, 13.
 
auch nicht die Heuchler, die hoffen zwar auf die Gnade GOttes, Vergebung der Sünden und dergleichen, aber ihre Hoffnung ist lauter Spinnewebe. Sie leben in vorsetzlichen Sünden, und so lange dieses ist, ist ihre Hoffnung eine lautere Sicherheit, sie hoffen, da nichts zu hoffen ist,
  • Hiob 8, 13. 14. 11, 20. 18, 14, 27, 8.
  • Syr. 24,
  • 1. Sap. 5, 15.
 
sondern die wahren Gläubigen,
  • Ps. 9, 11.
  • 1. Petr. 1, 3.
 
4) Der Zweck, worauf solche Hoffnung gegründet ist, ist nichts Irdisches und Vergängliches,
  • 1. Cor. 15, 19.
  • 1. Tim. 6, 17.
  • Es. 31, 1.
 
  sondern
 
 
 
a) GOtt,
  • Ps. 42, 6. 130, 7.
  • Act. 24, 15.
  • 1. Tim. 4, 10.
  • Es. 50, 10.
 
 
  und Christus
  • 1. Tim. 1, 1.
  • 1. Thess. 1, 3.
  • Eph. 1, 12
  • Col. 1, 27.
 
 
b) einige Dinge unsers GOttes, welche sind insgemein
 
 
 
 
  • gute Dinge,
Job. 30, 26.
 
 
 
  • zukünfftige Dinge,
Rom. 8, 24. 4, 8.
 
 
 
  • von GOtt verheissene und versprochene Dinge oder Güter,
  • Ps. 119, 49. 147.
  • Col. 1, 5.
  • Ps. 130, 5.
 
 
  insonderheit
 
 
 
 
α) leibliche Güter, z.E. die Hülffe des HErrn,
Thren. 3, 26.
 
 
 
β) geistliche Güter, als
 
 
 
 
 
  • Ps. 13, 6.
  • 1. Petr. 1, 13.
 
 
 
 
  • die Güte Gottes,
Ps. 33, 18.
 
 
 
 
  • das göttliche Wort,
Ps. 119, 43. 49. 81. seq. 130, 5.
 
 
 
γ) ewige Güter, darunter das vornehmste ist,
 
 
 
 
  die Zukunfft Christi zu solcher Seligkeit,
Tit. 2, 13.
 
 
 
  die Auferstehung zu solcher Seligkeit,
Act. 26, 6.
 
 
 
  das ewige Leben selbst,
  • Eph. 1, 18. 4, 4.
  • 1. Thess. 5, 8.
  • Tit. 1, 2.
  • Rom. 5, 2.
  • Ebr. 6, 18. 19.
 
5) Die Beschaffenheit solcher Hoffnung:
 
 
 
a) ihrer Natur und Wesen nach bestehet sie in einem Warten, darum wird das Hoffen und Warten auch offt miteinander verknüpfft,
  • Phil. 1, 20.
  • Ps. 130, 5.
  • Rom. 8, 25.
 
 
b) ihren Eigenschafften nach ist sie
 
 
 
 
α) lebendig, aus dem wahren Glauben fliessend, und wird de todten Hoffnung der Heuchler entgegen gesetzt,
1. Petr. 1, 3.
 
 
 
β) hertzlich und aufrichtig,
Ps. 33, 20. 21. 28, 7.
 
 
 
  sie rühmen sich ja ihrer Hoffnung,
Rom. 5, 2.
 
 
 
  sie heist
 
 
 
 
 
  • [ein Satz Griechisch]
Ebr. 3, 6.
 
 
 
 
  • [ein Satz Griechisch]
Ebr. 6, 11.
 
 
 
γ) unverzagt und freudig, daß das Hertz derer zukünfftigen Güter so versichert ist, als besässe es sie schon,
Ps. 112, 7.
 
 
 
δ) völlig,
1. Petr. 1, 13.
 
 
 
ε) feste und unbeweglich,
  • Col. 1, 23.
  • Ebr. 6, 18. 19.
 
 
 
ζ) beständig und unermüdet biß ans Ende,
  • Ebr. 10, 23. 6, 11.
  • Ps. 71, 14. 130, 6.
  • Ebr. 3, 6.
 
 
 
η) mit Gedult verknüpffet, denn ohne selbige mag sie nicht bestehen.
  • Rom. 8, 25. 15, 4.
  • 1. Thess. 1, 3.
 
6) Die Ursachen, die uns darzu bewegen sollen, sind
 
 
 
a) der göttliche Befehl,
  • Ps. 4, 6. 27, 14. 37, 3. 5. 7. 62, 9.
  • Es. 50, 10.
 
 
b) der göttliche Wohlgefallen,
Ps. 147, 10. 11.
 
 
c) Die Vortrefflichkeit dieser Tugend, denn so wird sie dem Glauben zunächst an die Seite gesetzet,
1. Petr. 1, 1.
  {Sp. 430}  
 
 
  auch wird der Glaube also beschrieben,
Ebr. 11, 1.
 
 
  sie ist der Endzweck, warum Christus von den Todten auferstanden und gen Himmel gefahren ist,
1. Petr. 1, 21.
 
 
  das Wort GOttes ist zu dem Ende in den Schrifften verfasset,
Rom. 15, 4.
 
 
  sie ist der Endzweck unserer geistlichen Wiedergeburt, etc.
1. Petr. 1, 3.
 
 
d) die Nutzbarkeit solcher Tugend;
 
 
 
  insgemein sind diejenigen selig und höchstglückselig, die ihre Hoffnung auf GOtt stellen,
  • Ps. 40, 5.
  • Es. 30, 18.
 
 
  insonderheit bringet sie mit sich
 
 
 
 
  • Ps. 33, 20.
  • 2. Thren. 3, 25.
  • Syr. 2, 9.
 
 
 
Ps. 33, 18.
 
 
 
  • die Erhörung des Gebets,
Ps. 38, 16. 40, 2.
 
 
 
  • den göttlichen Schutz,
Ps. 22, 5. ...
 
 
 
  • die unfehlbare Hülffe in der Noth,
  • Ps. 9, 11. 25, 2. 28, 7.
  • Rom. 5, 5.
 
 
 
  • die Erlösung aus allem Ubel,
  • Ps. 22, 5. 130, 7. 8.
  • 2. Cor. 1, 10.
 
 
 
  • ein getrostes und fröliches Hertz,
  • Ps. 31, 25.
  • Rom. 12, 12.
  • 2. Cor. 3, 12.
 
 
 
Ps. 37, 5. 9.
 
 
 
  • das ewige Leben,
Es. 64, 4.
 
 
e) die Güte und Gnade GOttes,
Ps. 30, 7. 13, 6.
 
 
f) unsere genaue Verbindung durch den Glauben mit GOtt,
Thren. 3, 24.
 
 
g) die göttliche Allmacht,
  • Jer. 14, 22.
  • Syr. 34, 14. 15.
 
 
h) GOttes Treu und Wahrheit,
  • Ebr. 10, 23.
  • Ps. 146, 5. 6.
 
 
i) der Verzweifelung
 
 
 
 
Ps. 46, 7.
 
 
  und unter denen grösten Lastern obenan gesetzet wird,
Apoc. 21, 8.
 
 
 
  • und derselben Schädlichkeit,
Syr. 2, 14.
 
7) Die Mittel, wodurch man zur wahren Hoffnung gelangen kan, sind
 
 
 
a) das fleißige und brünstige Gebet; denn weil die Hoffnung eine Gabe GOttes ist, so müssen wir ihn billig darum bitten,
  • 2. Thess. 2, 16,
  • Eph. 1, 16. 17. 18.
 
 
b) die fleißige Erfahrung und Beobachtung, was GOtt theils an uns, theils an andern gethan hat,
  • Rom. 5, 4.
  • Ps. 40, 3. 4.
  • Devt. 7, 18.
 
 
c) die fleißige Betrachtung des göttlichen Worts,
Coloss. 1, 23.
 
 
d) die fleißige Bemühung um den geistlichen Seelen-Frieden und Freude in GOtt;
so finden wir sie verknüpfft Rom. 15, 13.
 
 
e) die fleißige Betrachtung derer Exempel derer Gläubigen, die auf GOtt ihre Hoffnung gesetzet, und darinnen niemahls zu Schanden worden; wie zu sehen
 
 
 
 
  • an der Israelitischen Kirche
  • Jer. 17, 13.
  • Es. 25, 9.
 
 
 
  • und andern mehr,
 
 
 
f) die Vermeidung aller Heucheley und Untugend, und hingegen Befleißigung der Heiligkeit,
  • Hiob 1, 14-18.
  • Act. 24, 15. 16.
  • Joh. 3, 3.
 
 
g) die Abziehung der Seele von allen irdischen und vergänglichen Dingen dieser Welt, sonderlich, was menschliche Krafft und Hülffe betrifft,
Rom. 4, 18. c. 8, 24. 25.
 
8) Die Kennzeichen, daran man mercken kan, ob man die wahre Hoffnung auf GOtt habe oder nicht, sind
 
 
 
a) die Liebe zum Wort, denn aus demselben wird die wahre und rechtschaffene Hoffnung gepflantzet,
  • Rom. 15, 4.
  • Col. 1, 5.
 
 
b) wahrer Glaube,
Rom. 15, 13.
 
 
c) beständiges aushalten im Creutz und Leiden, hoffen da nichts zu hoffen ist,
  • Es. 8, 17.
  • Rom. 4, 18.
 
 
d) tägliche Reinigung von allen Untugenden,
  • 1. 3, 3. 2. Pet. 3, 14.
  • Act. 24, 15. 16.
 
 
e) ein lebendiger Eifer, der den Menschen antreibet, ohn Unterlaß in denen Geboten GOttes einher zu gehen,
  • 1. Pet. 1, 13.
  • Ps. 1, 9. 166,
  • 1. Cor. 15, 58.
  • 1. Tim. 4, 10.
 
 
f) Christl. Geduld, sonderlich wenn GOtt in Erfüllung seiner Verheissung lange verzeucht.
Rom. 8, 25.
     

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Stand: 3. April 2013 © Hans-Walter Pries