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Zedler: Halle, Hallo HIS-Data
5028-12-270-1
Titel: Halle, Hallo
Quelle: Zedler Universal-Lexicon
Band: 12 Sp. 270
Jahr: 1735
Originaltext: Digitalisat BSB Bd. 12 S. 150
Vorheriger Artikel: Halle oder Vor-Tempel
Folgender Artikel: Halle … in Schwaben
Siehe auch:
Hinweise:
  • Allgemeine Bemerkungen zur Textgestaltung siehe Hauptartikel
  • Für die Auflösung der Quellenangaben siehe: Personen

Stichworte Text Quellenangaben
  Halle, Hallo, Lat. Hala Saxonum, Magdeburgica, Salica, eine Stadt in Ober-Sachsen, zum Hertzogthume Magdeburg gehörig.  
  Sie liegt an der Saale auf einer lustigen Ebene, 5. Meilen von Leipzig, und 11 von Magdeburg.  
  Ihren Namen hat sie von denen Saltzbrünnen, welche daselbst von denen Hermunduris, einem Schwäbischen Volcke, erstlich erfunden worden; und weil man solchen, gleich als denen Gold-Gruben, starck nachgesetzet, haben die Catti kurtz nach Christi Geburt die Hermunduros mit Krieg angegriffen, von denen sie aber überwunden worden.
  • Schardius Script. Rer. Germ. ...
  • Lucae
  {Sp. 271|S. 151}  
   
  uralter Fürsten-Saal. ...
  Mit der Zeit haben die Wenden, die sich hin und wieder ausgebreitet, sich auch hieher begeben, die Hermunduros vertrieben, und diesen Ort Dobrebora oder Dobersola d.i. ein gutes Saltz genennet. Albinus Meißn. Land-Chron. ...
  Kayser Carolus der grosse hat an. 806. diesen Ort der Grafschafft Wettin an der Saale, und Graf Wittikindo dem Jüngern, den er zu Zörbig denen Wenden zum Ober-Haupte gesetzet, zugeeignet. Albinus Meißn. Land-Chron. ...
  Kayser Otto M. aber hat selbigen samt denen Saltz-Brunnen dem von ihm aufgerichteten Bißthume Magdeburg gewiedmet.  
  Gundlingiana St. XXXIV. ... bemercken, daß Ala oder Halle um diese Zeit Ecberto von Sachsen, einem Vetter Kayser Ottonis M. zugehöret, und von einer Sächsischen Armée überrumpelt worden sey.  
  Otto II. hat daselbst an 981. eine Freystadt zu bauen angefangen, den Wendischen Namen abgethan, und daß der Name Halle ihr forthin gegeben werden sollte, verordnet. Pomarius Sachß. Chr. ...
  Denn sonst war es nur ein Dorff, so unter die Grafschafft Marsburg gehörig Monachus Pirnensis ap. Menckenium Script. Rer. Germ. ...
  An. 1042. ist hier ein Turnier gehalten worden, Crusius Schwäb. Chr. Th. II. B. VI. ...
  An. 1130. oder an. 1125. wie Erfurdian. Antiq. Variloq. ap. Menck. l.c. ... will, ist die Stadt vom Kayser Lothario II. belagert und erobert, auch die Rädelsführer, so seine Gesandten wieder aller Völcker Recht umgebracht, hingerichtet worden.
  • Monachus Pirnensis ap. Mencken. Script. Rer. Germ. ...
  • Chron. Montis sereni ap. Menck. l.c. ...
  • Chron. Pegau. Coll. et Cont. ap. Menck. l.c. ...
  • Chron S. Petri ap. Menck. l.c. ...
  An. 1214. hat zu Halle ein Pfaffe ein Wunderwerck, wie man sagt mit einem Crucifixe gemacht, da denn das Volck in Hoffnung gesund zu werden häuffig hingelauffen und über 150. Marck Geschencke gebracht, davon 70. der Ertz-Bischoff zu Magdeburg bekommen, das übrige aber zum Nutzen des Closters zum Neuen Wercke verwendet worden. Chron. Montis sereni ap. Menck. l.c. ...
  An. 1264. 1426. und 1433. muste selbige von denen Ertz-Bischöffen von Magdeburg viel ausstehen, davon Monachus Pirnensis ap. Mencken. l.c. ... Jahre 1261. 1364. und 1375. setzt.
  An. 1434. wurde Halle von Friderico Placido zu Sachsen vergeblich belagert.
  • Matth. Doering Contin. Chron.
  • Theod. Engelhus. ap. Menck. l.c.
  Endlich krigte Ertz-Bischoff Ernst aus dem Hause Sachsen bey einer anno 1478. unter denen Pfännern entstandenen Uneinigkeit, durch Verrätherey derer Bürger die Stadt ein, nahm denen Pfännern alle Freyheiten, und setzte den Rath auf dem Berge über den Rath im Thale, welcher sonst der vornehmste gewesen, legte denen Pfännern harte Conditiones vor, welche sie eingehen musten de Ludewig Reliq. MSSt. ...
  und bauete, um die Stadt besser im Zaum zu halten, an Statt des so genannten schwartzen Schlosses an. 1489. ein Schloß an der Saale, so die Moritz-Burg genennet wurde.
  • Müller Sächs. Annal. ...
  • Bojemus Vita Alberti III. Animosi, durch Schurtzfleisch ...
  Er gab demselben den Heil. Moritz und Catharinen zu Beschützern, legte auch daselbst eine schöne Capelle an, welche der Heil. Magda-  
  {Sp. 272}  
  lenen gewiedmet wurde, zugleich aber legte er etliche Tausend heilige Reliquien nieder, nebst dem Heilande und Aposteln von purem Golde. Das Schloß war ehe Mahls ziemlich feste, und hatte an denen Ecken 4. starcke Thürme.
  • Monachus Pirnensis ap. Mencken. l.c. ...
  • Georg. Spalat. Vit. Elect. Sax. ap. Menck. l.c. ...
  Es ist aber an. 1640. durch Verwahrlosung der Besatzung mehrern Theils abgebrannt, daß nur die alten Gemäuer anietzo noch übrig sind.  
  An. 1533 sind zu Halle beysammen gewesen Albertus, Cardinal und Ertz-Bischoff, Hertzog George zu Sachsen, nebst beyden Söhnen Joachim Churfürst zu Brandenburg mit seinem Sohne, Henrich Hertzoge zu Braunschweig und Ehrich nebst etlichen Grafen. Paul Langens Naumburg. Chron. ap. Menck. l.c. ...
  Im 30.jährigen Kriege hat dieser Ort viel ausstehen müssen; indem er bald von denen Kayserlichen, bald von denen Schwedischen besetzt gewesen. Anno 1631. nahmen es die Schweden ein, und an. 1632. die Kayserlichen. An. 1634. muste die Stadt Brand-Schatzung geben. Chron. Epp. Merseb. ... apud de Ludewig Reliq. MSSt. Diplom. ...
  Anno 1637. eroberte der Chur-Fürst zu Sachsen das Schloß durch eine Kriegs-List. Ehe Mahls war daselbst der Bischoffs-Hof, worauf die vorigen Bischöffe zu residiren pflegten, welches aber vorietzo der kühle Brunnen genennet wird.  
  Sonsten war zu Halle ein Jungfrauen-Closter neben derer Mönche Closter, weil sie aber in Verdacht einer gar zu vertraulichen Conuersation gekommen, sind die Nonnen in das an. 1231. gestifftete S. Georgen-Closter in Glaucha an. 1243. transferiret worden.  
  An. 1365 erhielt die Stadt die Freyheit, daß ihre Schöppen bey Exsecutionen Unter-Schöppen haben möchten. Horn. Lebens- und Helden-Gesch. Friedrich des Streitbaren Abtheil. 5. ...
  An. 1425 erhielt Chur-Fürst Friedrich das Grafen Geding daselbst.
  • Lucae uralter Fürsten-Saal ...
  • Georg. Torquatus Ser. Pont. Eccl. Magd. ap. Menck. l.c. ...
  • Horn l.c. ...
  An. 1426 nahm er die Schöppen daselbst in Pflicht. Horn l.c. Abth. 3. ...
  Diese Stadt hat bald Anfangs die Lutherische Lehre angenommen, und ist der Catholische Gottesdienst daselbst an. 1541. durch Justum Jonam abgeschafft worden, obgleich der Cardinal Albrecht sich sehr dawider legte, Chytraeus Chron. ...
  und anno 1534. 24. Bürger, so sub vtraque das Abendmahl empfangen, aus der Stadt gejagt hatte. Paul Langens Naumburg. Chron. beym Menck. l.c. ...
  Als in dem Westphälischen Friedens-Schlusse das Ertz-Bißthum Magdeburg secularisiret, und dem Hause Brandenburg erblich überlassen wurde, iedoch, daß der damahlige Administrator des Stiffts Magdeburg, Augustus, aus dem Hause Sachsen, die Magdeburgischen Lande bis an seinen Tod besitzen sollte, und selbiger an. 1680. verstorben, ließ sich Chur-Fürst Friedrich Wilhelm daselbst huldigen. Seyler Leben und Thaten Friedrich Wilhelm des Grossen ...  
  An. 1694. wurde hieselbst durch Chur-Fürsten von Brandenburg eine neue Vniuersität angerichtet, und den 1. Jul. inauguriret, und nach seinen Namen die Friedrichs-Vniuersität genennet. Cellarius Hist. Inaug. Acad.
  Es ist auch allda ein berühmtes Saltz-Werck mit 4. Saltzbrunnen, der Teutsche Brunnen, Gutgar,  
  {Sp. 273|S. 152}  
  Metritz und Hakeborn genannt, in deren Begriff in einem Thal herum an die 113. Saltz-Kothe stehen, davon der vierte Theil dem Landes-Herrn zugehöret, die übrigen aber von dem Hertzogthume Magdeburg Lehens-Weise an gewisse Personen ausgethan werden, wie denn auch ein besonders Saltz- oder Thal-Gerichte darüber gesetzt ist, dahingegen das Stadt-Gerichte das Berg-Gerichte genennet wird, de Ludewig l.c. ...
  und werden alle Jahr bey 11000. Lasten Saltz gesotten.  
  Es sollen die Saltz-Sieder oder Hallorum Nachkömmlinge von denen Venedis seyn. de Ludewig Reliq. MSSt. ...
  Dieses Saltz-Werck hat sein Archiv, so in dem Thal-Hause verwahret wird, über welches noch das Raths-Archiv in der Stadt ist, so in der Klausur befindlich. Es wird zwar auch des Schöppen-Archivs gedacht, welches aber nicht mehr vorhanden. de Ludewig l.c. ...
  Die Stadt ist mit feinen Häusern wohl erbauet, auch wird die hoch-Teutsche Sprache daselbst wohl geredt.  
  Der Schöppen-Stuhl ist ehe Mahls gar berühmt, und der nächste nach dem Magdeburgischen gewesen.  
  Vor diesen sind nebst verschiedenen Clöstern, 3 Pfarr-Kirchen da gewesen, als zu St. Gertraut, zu St. Ulrich, und zu Unserer Lieben Frauen. Monachus Pirn. ap. Mencken. l.c. ...
  davon die beyden letztern noch stehen.  
  In der Kirche zu S. Moritz, so schon an. 1156. gebauet, und nach dem Chronico Montis seren. ap. Menck. l.c. ... an. 1193. mit Conuentualen beehret worden, sind ehe Mahls in einem übersilberten Sarge der Cörper u. das Haupt des Bischoffs Maximi, nicht weniger der Cörper und das Haupt Rabani Mauri gelegen, welche der Cardinal Albrecht Ertz-Bischoff von Magdeburg an. 1515. in besagte Kirche gebracht. Solches ist aber, nebst andern Heiligthümern, durch eben diesen Cardinal nach Aschaffenburg geführet worden.  
  An. 1709. den 10. Jun. ist das Weltliche Fräulein-Stifft reformirter Religion, so aus einer Äbtißin, einer Seniorin und 8. Conuentualinnen bestehet, und von dem ohne Erben verstorbenen Cantzler des Hertzogthums Magdeburg, Gottfried von Jena, gestifftet, solenniter introduciret worden. Der König von Preussen hat selbigem die Privilegia, wie auch ein Ordens-Zeichen ertheilet, und exerciret darinnen das Jus primarium precum. Die Einkünffte des Stiffts werden aus dem Amte Ummendorff im Magdeburgischen erhoben.    
  Das andere Schloß, welches anietzo die Residentz genennet wird, hat der Administrator, Augustus, anlegen lassen.  
  Ferner findet sich auf dem Marckte ein Roland, vor welchem die peinlichen Hals-Gerichte gehalten werden.  
  In der Vorstadt Glaucha ist das berühmte Waysen-Haus nebst einem Paedagogio, welches von Anfang des 18. Seculi in guter Aufnahme gewesen. Harenberg Hist. eccl. Gandersh. Diplom. Dissert. ...
  Nicht weit von Halle ist das berühmte Schloß Giebichenstein.
  • Althamer Germ.
  • Dresser de Vrb.
  • Werners Magdeb. Chron.
  • Brotuffi Hall. Chron.
  • Olearii Halygraphia.
  • Zeiller Itin. Germ. ... Reichs-Geogr. ... Topogr. Sax. Infer.
  • Brauns Städte-Buch
  • Bertius Germ. Ill.
  • Hondorff Beschreib. des Saltz-Wercks.
  • Hofmanns Beschr. des Saltz-Wercks in Halle.
  • Beschreib. des Waysen-Hauses.
  • Lünigs Reichs-Arch. ...
  • Boto Bchron. Brunsu. pict. apud
  {Sp. 274}  
   
  Leibnit. Script. Rer. Brunsu. ...
   
  • Calvör Alt Heydn. und Christl. Nieder-Sachsen Th. IV. B. I. ...
  • Spangenberg Mannsfeld. Chron. Th. I.
  • Pomarius Sächs. Chron. ...
  • Juncker Anl. zur Georgr. mittl. Zeiten ...
  • Abel Sächs. Alterth. ...
  • Groitsch Descript. Salae Fluvii ...
Deutsches Haus Vor diesen war auch bey Halle über der Saale an der Brücke nach Bastendorff ein Haus denen Teutschen Ordens-Rittern zuständig unter der Herrschafft der Balley Sachsen und Thüringen. Es hatte seinen Haus-Commender und Brüder, die sich hernach die Teutschen Herren nenneten. Es wurde der Platz dazu von Ertz-Bischoffe Ludolphe an. 1200. geschenckt, mit Bewilligung derer Bürger und der Geistlichkeit, de Ludewig Reliq. MSSt. ...
  Darnach fieng es an zu wachsen, als die Marggrafen von Brandenburg und Landesberg auch Hertzoge zu Sachsen, Landgrafen in Thüringen, und Fürsten von Anhalt sich freygebig gegen dasselbe bezeigten, auch viele Teutsche Bischöffe denenselben Freyheiten mittheilten, sonderlich aber das Recht Almosen zu sammlen, und dabey Ablaß auszutheilen, ihnen erlaubeten, zu Mahl, als an. 1343. die Saale fast das gantze Gebäude weggeschwemmet. Ein solcher Ablaß Brief von Brunone, Bischoff zu Naumburg, vom Jahr 1288. stehet beym de Ludewig l.c. ...  
  An. 1308. bekamen sie von Marggrafen von Brandenburg 40. Hufen Feld nebst Buschen zu Hemel. Laut eines Briefes beym de Ludewig l.c. ...  
  An. 1315. verkaufften Bertold und Bitmar Hunt eine Curie vor 4. Freybergische Marck dem Teutschen Hause, und nahmen vor sich und ihre Kinder die Gewehrleistung auf sich.
  • de Ludewig Reliq. MSSt. ...
  • de Ludewig l.c. ...
  An. 1308. wurden dem Teutschen Hause von Conrade und Albrecht von Luppe 15. Mansi verkauffet, und zwar obligirten sich Verkäuffere, die Gewehr zu leisten, auch mit dem Einlager in Merseburg und Werenfels. de Ludewig l.c. ...
  In eben dem Jahre verkauffte das Teutsche Haus zu Halle dem Teutschmeister in Thüringen einen Wald von 40. Ackern. de Ludewig l.c. ...
  An. 1369. entstund zwischen dem Teutschen Hause und dem Probst zum Neuen Wercke ein Streit wegen einer Mahl-Gerechtigkeit, da der Probst zu St. Moritz Scheids-Mann war, und dem Teutschen Hause die Sache zusprach, davon das Laudum zu sehen beym de Ludewig l.c. ...  
  An. 1270. schenckten Johann und Albrecht zu Sachsen dem Teutschen Hause 2. Mansos. de Ludewig l.c. ...
  An. 1202. wurde die Parochie zu Zörben dem Teutschen Hause incorporiret. de Ludewig l.c. ...
  An. 1270. schenckte Margaretha de Hallis dem Teutschen Hause einen Fertonem in Manso zu Jodedorff, die Urkunde selbst stehet beym de Ludewig l.c. ...
  An. 1278. schenckte Friedrich, Bischoff zu Merseburg, dem Teutschen Hause einen Mansum zu Lauchstädt, darüber zu Merseburg eine Urkunde ausgefertiget wurde, so beym de Ludewig l.c. ...  
  An. 1216. schenckte Herman, Burggraf zum Magdeburg, dem Teutschen Hause 8. Mansos zu Riedeburg, mit Versicherung, die Gewehr zu leisten, wenn die Mindel, denen solche gehörten, wollten völlige Restitution haben. de Ludewig l.c. ... hat das deshalb  
  {Sp. 275|S. 153}  
    ausgefertigte Diploma.
  An. 1309. schenckte Beckmann von Scurode dem Teutschen Hause seine Güter, mit dem Bedinge, daß seine Erben 5. Marcas sollten von denen Einkünfften bekommen, diese aber verkaufften solche 5. Marcas dem Teutschen Hause, wie aus der Urkunde beym de Ludevvig l.c. ... zu sehen.  
  An. 1297. hat Graf von Mannsfeld dem Abte zu Hirschfeld den Zehenten des Viehes in beyden Curien zu Braunsdorff erlassen, mit der Bedingung, daß es dem Teutschen Hause geschenckt werde. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1276. bestätigte Burcard von Mannsfeld die Schenckung eines Weinbergs zu Benstädt an das Teutsche Haus. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1263. bestätigte Henrich Marggraf in Meissen eine Schenckung zu Riedenburg an das Teutsche Haus. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1270. schenckten Albrecht und Ludwig von Hackeborn dem Teutschen Hause eine Mansum zu Jüdendorff und erliessen ihm den Censum. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1250. verkauffte das Closter zu Mimeleben das Gut zu Scherben mit der Aduocatia dem Teutschen Hause. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1291. schenckte Elrich, Ertz-Bischoff zu Magdeburg 2. Mansos und 2. Curien zu Braunsdorff und Judendorff dem Teutschen Hause. de Ludevvig l.c. ...
  Eben demselben bestätigte Henrich zu Brandenburg 15. Mansos in Braunsdorff und Bedere an. 1303. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1260. schenckten Johann und Friedrich von Schonenberg dem Teutschen Hause Curtem zu Mortitz mit Äckern und Wiesen. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1203. kauffte das Teutsche Haus 3. und einen halben Mansum zu Grevindorff. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1225. wurden eben demselben 8. Mansi in Riedeburg geschenckt. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1353. wurde demselben das Misenkoren zu Riedeburg von denen von Dißkove erlassen. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1383. verkauffte das Teutsche Haus eine Wiesen. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1277. bekam der Teutsche Orden von Ertz-Bischoffe von Saltzburg Ablaß, davon die Urkunde beym de Ludevvig l.c. ... befindlich,  
  bey eben demselben ... stehet ein Deploma, darinne der Herzog von Merseburg dem Orden Freyheit giebt Almosen durch Ablaß zu sammlen, desgleichen Freyheit allenthalben zu predigen vom Erich, Ertz-Bischoffe von Magdeburg. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1288. gab Wittigo, Bischoff zu Meissen, demselben Macht, Ablaß zu geben. de Ludevvig l.c. ...
  und vorher an. 1265. eines gleichen Inhalts von Ruperto, Bischoff zu Magdeburg. de Ludevvig l.c. ...
  noch einen dergleichen Freyheits-Brief von Merseburg. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1360. bestätigte Otto, Ertz-Bischoff von Magdeburg, die Priuilegia des Teutschen Hauses. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1431. erhielt das Haus ein Almosen in Halle wegen der Uberschwemmung der Saale. de Ludevvig l.c. ...
  An. 1316. verkauffte das Haus eine halbe Pfann vor 50. Rheinische Gülden. de Ludevvig l.c. ...
  Nachdem aber der Teutsche Orden in üblen Ruff kam, und die Brüder durch übles Verhalten Haß wieder sich erregten, so muste das Teutsche Haus auch leiden, mit welchen es endlich dahin kamm, daß es an.  
  {Sp. 276}  
  1511 mit allen anhangenden Gerechtigkeiten, auf Einwilligung des Pabsts und Ordens-Meisters vor 4650. Aureos an das Neue-Werck verkaufft wurde, von welchen es auch noch dies Jahr an dem Rath zu Halle kamm, mit der Bedingung, daß das Haus niedergerissen, und zu ewigen Zeiten, weder wieder erbauet, noch auch ein anders an dessen Stelle gesetzet werden sollte. Also kam man noch kaum die Rudera davon erkennen. de Ludevvig l.c. ...
Neuwerk Noch ist bey Halle ein Closter gewesen, das Neuewerck genannt, davon siehe Neuwerck.  
     

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Stand: 30. März 2013 © Hans-Walter Pries